The Monsters - Ro Kan Roll Tour - Japan 2005
Montag, 23.Mai - Mittwoch, 25. Mai
Abflug Züri, 5 Leute verteilt auf 3 Flugzeuge - so macht man das in der grossen Welt! Nach 12 Stunden Ankunft in Tokyo, Narita-Airport. Als erstes gleich unsere Fracht (Amp/Cymbals/Trigger) beim Zoll ausgelöst. War schon mal ein Riesen Spass, von Büro zu Büro, und im Zollfreilager von Tokyo ist englisch nicht sehr verbreitet... egal, alle Leute waren sehr hilfsbereit und schon nach einer Stunde hatten wir das ganze Material zusammen. Also zurück zum Terminal, wo auch Beatman und Tibu von Janosh in Empfang genommen wurden. Wie sich später herausgestellt hat, war das nur ein teuerer Spass, denn der Amp war defekt (hätte ein normaler Mensch auch schon in der Schweiz gemerkt - nicht so wir). Die Becken die wir zur Verfügung gestellt kriegten war wie der ganze Rest der Backline in jedem Club 1A Qualität. Also man merke sich für Japan: Nur Instrumente mitnehmen, der Rest ist wird vom Club gestellt!
Ab zur S-Bahn und los geht's. Ankunft Tokyo Ikebukuro, wo wir unser Hotel hatten. Das Hotel im traditionellen japanischen Stil, Schuhe ausziehen, Kimono fassen, Futon ausrollen und die kleinen Räume mit unserem Bagage vollstopfen. Am Abend dann mit Lurker (der uns die ganze Tour ?verfolgte") zum Treffpunkt wo wir unsere Leute vom Sazanami Label treffen wollten. Die haben uns die ganze Tour organisiert, domo arigato! Was sich einfach anhört, ist in Tokyo nicht so einfach: Zwar hatten wir den Namen der Kneipe, doch wer kann schon die Zeichen genau deuten, zumal im selben Viertel zwei Kneipen mit dem gleichen Namen vorhanden sind. Dank modernster Kommunikationstechnik (Handy), haben wir es dann zum Schluss doch noch geschafft. Noriko holte uns an einer Kreuzung ab und führte uns zum Rest der Leute. Grosses Hallo: Zum ersten Mal trafen wir uns mit U1, Tetsuya (2x), Gaku, Eri, und dem Rest (schwer sich an alle zu erinnern, Sake trübt die Sinne). Und die japanischen Restaurants: Schuhe ausziehen beim reinkommen, Pantoffeln fassen, dann kurz vor dem Tisch ausziehen und in Socken essen. Um auf die Toilette zu gehen Pantoffeln wieder an, dann vor dem WC auf die Scheisshaus-Pantoffeln wechseln, pissen, wieder die Pantoffeln wechseln, an den Tisch und ausziehen... Zurück im Hotel hatten wir dann schon ärger weil wir zu laut waren, kein Wunder bei Papierwänden und Sake ohne Ende.
Jatlag/Hangover ausgeschlafen und danach shoppen gegangen, mussten noch ein Bassdrum-fell fürs Clonedrum haben. Konnten uns dabei mit dem U-Bahn System anfreunden und das Grosstadtfeeling von Tokyo geniessen. Wir landeten in einem Viertel voller Musikläden, sogar inklusive Left-Hand-Guitar-Shop! Es war Anfang der Regenzeit, also haben wir uns dann noch alle mit Plastik Schirmen bewaffnet.
Am nächsten Tag wurden wir abgeholt und zum Radio Barks gebracht, wo wir einen Interview Termin hatten. Unter http://www.barks.jp/bow/ kann man sich dieses anhören. Radio Barks ist eines der grössten Internetradios in Japan, und wir konnten dort einen kleinen Einblick in die Japanische Geschäftswelt nehmen. Man MUSS in Japan Buisness Karten haben, sonst steht man wie ein Ausserirdischer da. Danach nach Koenji zum Sazanami Label, das unsere Japan-CD ?Hide&Seek" veröffentlichte. Mit den Leuten vom Label sind wir dann ins Getto von Shinjuku und haben Sushi (inkl. Krabbenhirn) bis zum abwinken gegessen...

Donnerstag, 26. Mai (Chiba - Look)
Der Tag des ersten Konzerts ist da. Schon am Morgen waren wir alle ein bisschen nervös, interessiert sich hier überhaupt jemand für die Monsters?? Mit den Leuten von ?Das Boot" und ?mad man" Taka die Busse geholt und beladen. Wir hatten zwei mit Navi-System, Klimaanlage und automatischen Vorhangschienen. Dann ging es Richtung Chiba los, zum Club Look. Soundcheck in Monsters Lautstärke: wir wurden fragend angesehen, nur so kurz und soooo leise??? Als die nächste Band dran war, wussten wir warum. Die Bands haben nie einen eigenen Soundman dabei (braucht es auch nicht in Japan, die Clubs haben Spitzenleute), jedes Detail wird gecheckt und zwar in einer Lautstärke, wie sie jeden Suva-Fuzzi gleich ins Nirvana befördern würde (hallo Züri - Fuck 92dB). Was in Japan in den Clubs Rumsteht ist der absolute Wahnsinn, in einem 100er Club eine PA wie sie in Europa nur in einem 500er Club anzutreffen ist, sogar mindesten zwei Stagehands sind immer inbegriffen.
An diesem Abend spielten wir mit ?Howling Guitar", "Das Boot" und ?Nine" zusammen. Das Ganze ging schon um 18.30 Uhr los, und war um 22 Uhr fertig, ganz normal, wie man uns erklärte. Zwar sind die Shows bereits um 22 Uhr vorbei, was aber nicht das es das Ende des Abends bedeutet, ganz im Gegenteil: danach gehen alle beteiligeten Bands und die Leute vom Club zusammen essen und vor allem trinken... und wer noch immer behauptet, die Japaner vertragen keinen Alkohol, dem möge auf der Stelle das Bierglas aus der Hand fallen!
Der erste Gig war ein bisschen nervös, wurde aber durch die Super PA lautstärkentechnisch ausgebessert. Miss Scarlette Fever war auch dabei und hat super Showeinlagen auf die Bühne gezaubert, mit Geisha-Strip und so.
Freitag, 27. Mai (Shizuoka - JamJamJam)
Früh ging es an diesem Tag los, kein Wunder, wir mussten ja auch 4 Stunden fahren und um 15 Uhr ist bereits Soundcheck. Das erste Mal fuhren wir dann am Meer entlang und sahen den Mount Fuji im Dunst. Wieder ein sehr cooler Club, wieder mit einer Super Technik. An diesem Abend spielten wir mit ?Das Boot", ?Dildos", "The Qo'nos", "Fabulos Pharaos" und "Fat's Ot & The Royal Saloon" zusammen. Nach dem Gig haben wir Mr. Death und Geisha-Pussy getroffen, mit denen wir danach in ein traditionelles Ryokan zum gemütlichen Essen gefahren sind.
Mit ganz vielen Leuten dann in einem grossen Raum Sushi und Sake genossen und Geschenke von Geisha-Pussy entgegen genommen (domo, domo, domo). Um Mitternacht wurden wir höflich gebeten den Essraum zu verlassen und bitte im grossen Schlafsaal weiterzumachen. Was danach abging, weiss der Verfasser dieses Berichtes nicht mehr sehr genau, nur dass die Flaschen grün und gross waren, dass der Sonnenaufgang in Japan sehr schön ist und dass es praktisch ist am Boden zu sitzen wenn man plötzlich schlafen muss!!
Samstag, 28. Mai (Tokyo - UFO-Club)
Das gute an japanischen Duschen ist, dass man sitzend Duschen kann. Zwar gibt es Leute die nicht mal das geschafft haben, aber was solls. Unser Fahrer ?Mad Taka" hatte bestimmt noch Restblut im Sake als wir Richtung Tokyo losfuhren, und das trotz der 0,0 Promile Grenze in Japan (es wird ganz schnell gaaaanz teuer). Zum Glück sind wir aber alle ohne Kontrollen und Probleme nach Tokyo gekommen. Nach dem Soundcheck gingen Beatman und Janosh zum ?Barnes Home (since1985)" Plattenladen, um eine Autogrammstunde zu geben, der Rest verkürzte sich die Zeit mit Ramen (Suppe) essen. Im kleinen aber feinen Club (mit automatischem Stagevorhang) trafen wir dann Lurker, Pino, Imre und einen ganzen Haufen Leute die den Club schnell füllten. Wir spielten mit ?Volume Out", "Das Boot", "Rathole" und "BoRock1" (die Drücken ab wie Hölle). Das beste Monsters Konzert bis jetzt, und auch die erste versiffte Toiletten-Anlage, Hurra!! Danach, wie zur Tradition geworden, gemütliches essen und trinken mit den anderen Bands und dem Promotor (man könnte sich das auch in Europa überlegen), inklusive dem obligaten Armdrücken (Switzerland 3, Japan 0 points).

Sonntag, 29. Mai (Gifu - Bravo Club)
Fahrt nach Gifu, jetzt mit ?Goggle-A". Die haben uns die Tour ermöglicht, und für den Rest der Tour waren wir mit denen unterwegs. Als wir beim Club vorgefahren sind, staunten wir nicht schlecht: ein 3-stöckiger Spielsalon mit einem Club im 3.Stock. Natürlich mussten wir das Spielzenter austesten, Jan ging virtuell Surfen und auch mit dem virtuellen Hundi Gassi, wie auch Beatman, der das Ganze aber nicht so glorreich beendete. Tibu und Pumi töteten einen Haufen Zombies und Monster, und Janosh versuchte sich im Baseball.
Beim Konzert ging dann so ziemlich alles in die Hose, sogar Beatman`s Mikrophon stand unter Strom. ?Wild One", ?Tedd Drunk", ?W.L.H." und natürlich ?Goggle-A" spielten noch an diesem Abend. ?Goggle-A", die die meisten von uns nur ab Platte kannten, sind eine hammer live Band, mit klasse Showeinlagen und spitzen Tanzmusik! Da freuten wir uns natürlich mit denen unterwegs zu sein. Und ja: Nach dem Konzert ab in die Kneipe vom ?Wild One" Drummer Johnny, wo es natürlich ein super Essen und Bier/Sake gab. Bei der Abreise mussten wir dann die Wand hinter der Kasse mit Autogrammen füllen. Im Hotel gab es dann eine Premiere für uns, Einzelzimmer für jeden, wie die Grossen.
Montag, 30. Mai (Kyoto - Muse Club)
Auf der Fahrt nach Kyoto machten wir noch bei einem Buddisten Tempel halt und machten eine kleine Besichtigung.
Beatman trank das Wasser für ein langes Leben (hoffen wir es wirkt) und der Rest hat sich die Haare einrauchen lassen (soll gescheit machen...).
In der Innenstadt von Kyoto besuchten wir einen Plattenladen, der mit dem Sazanami Label zusammenarbeitet und zu unserer Begeisterung war die ?Hide&Seek" CD ausverkauft, also schrieben wir eine kleine Message an unsere Fans, dass die CD bald wieder an Lager sei (in Japan schreibt jede Band eine kleine Message, die dann ins CD Fach gelegt wird). Der ?Muse Club" liegt an der Bahnhofstrasse von Kyoto und ist sehr interessant konstruiert. Der Club selber liegt im 3. Stock im 4. Stock liegt das ?Muse Studio" und der Backstage ist im 5. Stock untergebracht. Will man während eines Konzertes einer Band vom Backstage in den Club, muss man runter in den 4. Stock durch das Studio, dann runter in den 3.Stock und dann in den Club (dass das mit einem gewissen Alkoholpegel relativ schwierig ist kann man sich denken). Der Club selber ist super ausgerüstet, Bühne wieder einmal mit einem automatischen Vorhang. Gespielt haben wir an diesem Abend mit den ?Goggle-A", "Chelsea Girl" (eine Rock Band mit Slapstick einlagen - Hammer), "Johnny Castro Oil", "Jack in the Box" und "The Soap". Nach der Show, genau, gemütlich essen und danach ins Hotel, in dem ein ganzer Haufen Schülerinnen in Uniformen untergbracht waren. Im Garten hatte es auch eine grosse Teichanlage mit ganz vielen Fischen, hervorragend zum relaxen.
Dienstag 31. Mai (Ube - Duo-Club)
Am Morgen ging es dann los nach Ube, eine kleine Stadt direkt am Meer. Der Club liegt mitten in einem Wohnviertel und erinnerte uns stark ans ?Pit`s", klein aber fein. Der Backstage befand sich unter freiem Himmel, umziehen bei den Autos, aber bei den warmen Temperaturen ein Riesenspass. Auch der Merchandise Stand wurde unter freiem Himmel aufgebaut, schön im Eingangsbereich. Nach dem Soundcheck begaben wir uns freudig zum Hafen, als Schweizer muss man die Chance ja nutzen, dumm nur, dass es nur ein Industriehafen war, aber was soll es, es war ein Hafen mit Schiffen. An diesem Abend spielten wir mit "Goggle-A", "Bye Bye My Love" und noch eine Band. Danach mal wieder ein gemütliches Essen und Sake trinken, dann ins Hotel direkt am Fischerhafen. Das Hotel war ein Sailor Hotel mit Bullaugen-Fenster und Ryokan-Style Zimmern. Auf dem riesigen Balkon haben wir dann ein Steineweitwurf Wettbewerb ins Hafenbecken (Monsters vs. Goggle-A) veranstaltet. Gewonnen hat: tätätätä... U1 (aber im Armwrestling hat er nie gewonnen, hehe). Danach musste Janosh dann noch die Deckenlampe demontieren, da sie irgendwie nie ganz dunkel wurde.

Mittwoch, 1. Juni (Fukuoka - Keith Flack)
Am morgen mussten wir dann noch mit der ganzen Hotelcrew eine Fotosession machen, da Touristen in dieser Gegend relativ selten sind. Danach machten wir uns auf zum südlichsten Konzert dieser Tour, nach Fukuoka. Die Stadt liegt auf der Insel Kyushu, und um da hin zu kommen mussten wir über die grösste Brücke Japans fahren, natürlich mit einem kleinen stopp unter der Brücke, wo wir uns todesmutig einer Portion Fugu gestellt haben, es haben alle überlebt. Den angebotenen Walfisch haben wir verschmäht...
Als wir vor dem Club angekommen sind, staunten wir nicht schlecht, das Haus ist im Stil von Gaudi gebaut. Beim Soundcheck hat sich dann der Trafo vom Trigger ins Nirvana verabschiedet, aber Master U1 hat uns grosszügig seinen Trafo geliehen - thanx a lot! Ach ja, Japan hat nur 100 Volt, die Trafos aus den USA (110-230V) versagen freundlichst ihren Dienst. An diesem Abend bekamen wir eindrücklich die Power der Japan Ro Kan Roll Ladys zu spüren. ?Portugal Japan" und ? The 50`s High Teens" knallten ihre Power eindrucksvoll von der Bühne, aber auch ?Goggle-A" und wir lieferten eine gute Show, Jan musste ein paar durchgeknallte Jungs freundlichst von der Bühne weisen (auf Schweizerdeutsch natürlich), als sie sich an seinem Schlagzeug zu schaffen machten. Nach der Show gab es dann eine kleine Fotosession mit zwei Beatman imitatoren (auf jeden Fall rauchten sie wie der Reverend auf dem Cover, und dann wurden auch noch die Hosen runtergelassen, wie auf dem Burn my mind Cover). An diesem Abend haben wir dann auch noch Koby getroffen, ein Schweizer aus Thun, der Japan Urlaub machte und zufällig gesehen hat, dass Landsleute von Ihm die Japaner erschrecken (merci für die Fotos). Die Afterparty wurde ein bisschen ausführlicher gefeiert, da wir am nächsten Tag unseren Day-off hatten.
Donnerstag, 2. Juni (Day Off - Fukuoka)
So, ein Tag zum erholen, dachten wir. Shoppen und sight-seeing in Fukuoka und dessen endlosen und riesigen Einkaufszentren, wo es zum Beispiel einen Autohändler im 7. Stock gibt, und ja, die Autos sind auch im 7. Stock. Auch unzählige Trashshops mit Action Figuren von ?Einstein", "Shakespeare" und "Beethoven", ?Bondage Starter Kits" und lifesize Frauenbeine als Kissen gibt's.
Am späten Nachmittag ging es dann los Richtung Osaka, 8 Stunden Fahrt, vielen Dank unseren Fahrern. Nach endloser Autobahnfahrt mit diversen Stopps, trafen wir spät in der Nacht in Osaka ein. Das Hotel liegt mitten im Redlight District, auch nicht schlecht, 9-fingrige Jakuzas in komplett getönten Limusinen am rumcruisen... nur dass die Hotel Fenster geschlossen blieben, da die ganze Nacht Jubel & Trubel in den Strassen herrschte.
Freitag, 3. Juni (Osaka - Rock Rider)
Ein harter Tag beginnt gleich mit Wäsche waschen, tja, auch das gehört zum brutalen Tourleben. Natürlich mussten wir dann auf dem Weg zum Club auch noch was in den Magen haben und wir wollten ja auch noch was von der zweitgrössten Stadt Japans sehen. Was uns auf den Strassen auffiel waren die super coolen Autos der Marke ?Mitsuoka", die bauen Autos im Stil der guten alten Zeit, nur mit neuen Chassis, so zum Beispiel den ?Jaguar Mark II", ach ja, auch sind die Wagen sehr viel kleiner wie die Orginale, aber trotzdem wirklich cool. Wir spielten mit ?Goggle-A", "Johnny Gun", ?Mistels" (japanische Rumpelstilz 1975) und "Cyclone". Nach der Show trafen wir dann auch noch Rockin' Jelly Bean, einen Illustrator der uns auch schon ein Plakat kredenzt hat, und mit ihm und den Bands feierten wir danach eine richtig fette Aftershow Party mit Sake und allem drum und dran.

Samstag, 4. Juni (Kobe - Black Beat)
In diesem Club befindet sich das Mischpult über der Bühne, was uns allen einen sehr amüsanten Soundcheck, und Pumi freie Sicht auf die kahlen Stellen der Monsters bescherte. Der Club liegt an einer Strasse mit ganz vielen kleinen Läden und Kneipen. Also Kneipe heisst, ein Dach, zwei Wände, vier Stühle drinnen und 4 Stühle draussen. Genau in so einem Ding schlugen wir uns nach dem Soundcheck den Wanzt voll. Beatman hatte schon zuvor gegessen, und meinte dass 2 Fleischspiesschen für jeden reichen würden. Am Schluss waren es insgesamt 42, wobei Beatman's Anteil hier diskret verschwiegen wird...
An diesem Abend spielten wir für einmal nicht als letzte Band, sondern ?Goggle-A". Das gab uns Gelegenheit, mal die ganze Show dieser fantastischen Band mitzuverfolgen, WOWWWWW, müsst ihr unbedingt ankucken wenn sie das nächste mal in Europa spielen. Ein weiterer Höhepunkt an diesem Abend waren ?Electric Mama", es sei nur gesagt, White Stripes zieht euch warm an. Grundsätzlich muss man sagen das die japanischen Bands technisch unwahrscheinlich gut sind und eine Energie und einen Power hinlegen das es eine Freude ist! Immer perfekt gestylt und gehen ab wie die Rakete. Also, statt irgendwelchen alten Säcken auf Reuniontour die Kohle in den Arsch zu schieben besser einen Japan Urlaub buchen und Orginal-power sehen, gell! Auch ?Milkteath" und ?Six Bullets" knallten uns an diesem Abend gehörig in die Ohren. Das musste natürlich nach der Show mit dem inzwischen traditonellen Sake saufen und prima Essen gefeiert werden. Ein neues Spiel lernten wir dann beim Essen auch noch: Man bestellt einen Teller voller Fritierter Käsebällchen, wobei eines Brutal scharf ist, und lässt alle Personen am Tisch zugreifen. Nun muss man herausfinden, wer das scharfe Teil erwischt hat, oder man sieht es nach kürzester Zeit am roten Kopf. Das ganze kann dann prima mit Sake und Bier weggespült werden - gute Nacht.
Sonntag 5. Juni (Nagoya - Oys Club)
Wir fuhren also in die Stadt der Expo05. Gesehen haben wir leider nichts von der Expo, aber die Läden waren Sonntags geöffnet, also konnte man sich zum Beispiel die Zeit mit Plattenkaufen um die Ohren schlagen. Als wir zurück zum kleinen aber feinen Oys Club kamen, ahnten wir, das wird ein harter Abend. Ausser der Familie Dead hatte sich schon ein ganz netter Haufen Leute vor dem Club eingefunden. Plötzlich sahen wir auch die Familie Kaneko mit Tiger und Dragon, den jüngsten Monsters Fans in Japan, natürlich ausgerüstet mit selbst gedruckten Monsters Shirts. Geisha-Pussy hatte sich einen selbst bedruckten Kombi Anzug angezogen, also gab es Autogramme ohne Ende auf Kleidungsstücke. Gespielt haben wir dann natürlich auch noch, und zwar mit ?Goggle-A", "Eight Men", Kamakiri Buzz Noise" und ?Bussyoung". Die AfterShow Party wurde dann in Nagoya-Tradition mit Tischgrill und Innereien von irgendwelchen Tieren gefeiert, runtergespült wurde das ganze mit, ganz genau, Sake. Tibu lief zu hochform an den Chop-sticks auf, und das schwierigste war, mit Jan und Beatman Campai zu machen, denn die sassen genau im Nebel, der durch die Ventilation nach draussen gesogen wurde - Mahlzeit...
Montag 6. Juni (Hachioji - Rips)
Auf der Reise zurück nach Tokyo hat dann der eine Tourbus (der Nissan, um genau zu sein) seinen Geist aufgegeben, und zwar mit einem lauten Knall. Also kamen wir auch noch in den Genuss vom japanischem Pannen- und Abschleppdienst, zuerst musste aber der Bus bei 5% Steigung 200 Meter in eine Haltebucht geschoben werden (damn!). In der Garage, wohin man uns abgeschleppt hatte, teilte man uns dann mit, dass da nichts mehr zu machen sei (R.I.P. Goggle-A - Mobile). Promt wurde dann ein Ersatzfahrzeug gemietet, was uns dann pünktlich zur Show brachte. Der Rips Club ist mal wieder ein Highlight, gelegen im 5. Stock, wobei sich dann der Backstage im 6. Stock mit super Aussicht befindet. Der Abend wurde zum Pärchen Abend, Janosh`s Juko war da, Norikos Freund und auch Gakus Girlfriend war da, ach ja, und das Schweizer Verfolgungsduo Lurker/Pino tauchte auch noch auf. Gespielt haben wir mit ?Billy The Kid", "Sister Glass Circle", "The Young Man Psycho Blues" und natürlich ?Goggle-A". Kaum war der Gig beendet, tauchten schon die Club Angestellten mit Besen und Staubsauger auf um den Club zu Putzen. Auch auf der Bühne wurde ganze Arbeit geleistet, nicht nur die Kabel wurden geputzt, nein auch die Monitore und die - ACHTUNG - Mikrofonkapseln...Wahnsinn!!!
Dienstag, 7. Juni (Sendai - Enn)
Das musste ja kommen, auf der Fahrt zu unserem nördlichsten Konzert der Tour wurde Janosh immer bleicher und kriegte sogar noch Fieber (die Rache der nicht durchgebratenen Innereien???). Was sollen wir machen? Janosh krank im Bus am schlafen, Beatman mit einem Orden an der Brust, auf dem in japanischer Schrift geschrieben steht ?ich bin besoffen"... na dann! Erst einmal Füsse vertreten, ein japanisches ?Parkhaus" abchecken (unglaubliche 40 Meter hoch, und ein bisschen breiter als zwei Autos, Funktioniert das ganze wie ein Pater Noster Aufzug, clever). Aber immer noch keine Idee wie wir spielen sollten, Janosh mutierte in der Zwischenzeit zum Zombie. Wir beschlossen wir dann 10 Minuten vor dem ?Goggle-A" Auftritt, dass wir eine ?Reverend Beatman" Show machen und sofort spielen. Die Leute waren am Anfang ein bisschen Konfus ob Beatman`s Ro Kan Roll Predigt, waren aber am Schluss total begeistert, nicht zuletzt wegen Brother Tibus unglaublichem Tamburin-Spiel. Sogar ?Goggle-A" schmissen sich weg vor lachen. Vor unserer Show spielten noch ?The Babies" und ?Giro No Mori". Da Janosh krank war, hat Pumi es dem Doppelzimmer mit Janosh vorgezogen, endlich mal in einem gewöhnlichen japanischen Haus zu übernachten. Danke nochmals den ?Goggle-A" für die Matraze.

Mittwoch 8.6.05 (Tokyo - Shelter)
Am Morgen haben wir dann die grösste Buddha Statue gesehen - 100 Meter hoch. Janosh versicherte uns, dass er die letzte Show dieser Tour spielen könne - HURRRRA!!! Was?? Schon die letzte Show? Scheisse, aber alles Gute geht mal vorbei. Der Shelter Club liegt im Stadtteil Shimokitazawa, wo es Record-Shops ohne Ende gibt. Im ?Disk Union" gab es dann eine Autogrammstunde mit den Monsters (vor einem Speziell eingerichteten Monsters Stand). Danach noch zwei Interviews mit Magazinen. Vor der Show traffen wir dann noch Seiji und Toru von Guitar Wolf, die uns mitteilten, dass sie nach Billys Tod (R.I.P.) weitermachen werden. Ein neuer Bassist sei gefunden, er sehe ?supa bad" aus, und das Bass spielen bringt ihm Seji jetzt bei... nicht umsonst die coolste Band der Welt.
Zum Glück durften wir noch einmal mit ?Das Boot" und ?Goggle-A" spielen, und im Publikum trafen wir auch die Leute von ?Volume Out", "Guitar Wolf" und viele Leute die wir in dieser fantastischen Zeit in Japan kennen gelernt haben. Gespielt haben noch ?Sister Paul", eine Glam-Rock Band, welche ihr Set mit ?Blowin' in the wind" eröffneten...häää?? Beim Umbau riefen die Leute unsere Namen und das spornte uns zu einer überaus geglückten Show an, so das Janosh und Beatman trotz Krankheit tropfnass von der Bühne Ro Kan Rollten. Auf jeden Fall wurde die Bühne von den Fans geentert und nach dem Gig wurden Zugaben ohne Ende gefordert, was wir leider (wegen den kranken Jungs) nur einmal erfüllen konnten.
Die Aftershow Party fand dann im Club mit allen unseren Freunden statt und ging leider viel zu schnell zu Ende. Alle hatten wir ein lachendes und ein weinendes Auge, wer weiss, vielleicht kommen wir bald wieder...
Domo arigato, ozgare, sayonara und umtschi bye bye!!
Danke allen Bands die mit uns gespielt haben, es war eine Freude! First of all: Goggle-A, Das Boot!
Bo Rock 1, Sister Paul, Chelsea Girl, Volume Out, The Portugal Japan, The 50's High Teens, Young Man Psycho Blues, Milteath, Electric Mama, W.H.L., Tedd Drunk, The Wild One, Howlin Guitar, Nine, Jack In The Box, Bye Bye My Love, Cyclones, Mistels, Johnny Gun, The Six Bullets, Akaneiro, Switch Trout, Eight Men, Kamakiri Buzz Noise, Bussyoung, Billy The Kid, Little Kiyoshi, Sister Glass Circle, The Babies, Jiro No Mori, Qo'nos, Fat's Ot & Royal Saloon, The Faboulous Pharaos, Dildos, Rathole, Johnny Castro Oil, The Soap, Fire Engine und allen die wir vergessen haben oder deren Namen wir nicht lesen konnten...
Spezial Thanks: Noriko (domo, domo, domo!), U1 (SakeMasta), Eri (die Unglaublichste Stimme an einem Schlagzeug), Gaku (the smartest frontman), Tetsuya (the man that never sleeps), Jolly (the driving merch-man disana), Mad Man Taka (also a gentleman), Scarlette Fever (the Geisha from Bormeo), allen Leuten vom Sazanami Label (you made it possible), ACE, Mr. Dynamite & Mr. Soulman, Sonnyboy, Kick, Mr.Dead & Geisha-Pussy, The Kaneko Family, Lurker, Pino, Koby, Mr. Fuji, Yuko, Yoko, Miki, Miku und Miko, Chris1, Chris2, allen Promoters, Fans, Radios, Record Shops und allen die wir hier vergessen haben... Sake sei Dank! Merci, merci, merci!
Thanks to our sponsors: Pro Helvetia, Stadt Bern, Kanton Bern, Suisa Foundation
Scheiss Architektur Bilder... ich will die richtigen Tourbilder
aus Japan anschauen!
Mir hats so gut gefallen, ich lese grad noch den Bericht
aus Südamerika... hab eh nix gescheiteres zu tun! Und danach noch den
aus Europa!